Im April 2019 waren Fabian und Lauritz zu Besuch beim SYC in Saboba. Hier teilen sie ihre Erfahrungen, Eindrücke und Erlebnisse mit uns.

Liebe Freunde,

seit meiner Reise nach Saboba im September 2017 sind fast zwei Jahre vergangen. Das Ziel jenes Besuches war herauszufinden, ob eine langfristige Unterstützung des Saboba Youth Centres (SYC) sinnvoll wäre und wie diese am besten funktionieren könne. Manche von Euch haben vielleicht noch den Bericht über die Zeit dort in Erinnerung, den ich im Anschluss verschickt habe. Ein paar Eindrücke davon findet ihr hier. Ich ging aus der Reise damals sehr optimistisch hervor. Einerseits hatte ich gesehen, wie viel das SYC schon erreicht hatte und wie viele Ideen seine aktiven Mitglieder für die Zukunft hatten. Und andererseits hatte sich gezeigt, dass schon vergleichsweise kleine Beträge eine große Unterstützung sein konnten.

Insofern mögen sich einige von Euch wundern, dass Ihr so lange nichts mehr von uns gehört habt – wir waren in den letzten zwei Jahren allerdings keineswegs untätig sondern bemühten uns um die Gründung eines gemeinnützigen Vereins. Leider haben sich die bürokratischen Hürden in Deutschland als wesentlich höher herausgestellt, als wir erwartet hatten. So müssen wir unsere Unterstützung für das SYC über deren Dachorganisation Youth Empowerment for Life laufen lassen, somit ist für unsere Gemeinnützigkeit deren Gemeinnützigkeit ausschlaggebend. Und ihr könnt euch sicher vorstellen, wie das Finanzamt auf die Frage reagiert, wie denn die Gemeinnützigkeit (nach deutschem Recht) einer ghanaischen NGO nachzuweisen sei! Dank der Unterstützung von Freunden mit Jura-Kenntnissen und nach vielen Behördengängen haben wir Anfang diesen Jahres aber die Vereinsgründung endlich vollzogen und es weht frischer Wind. Unser Verein, Biyoom e.V., hat nun auch seine Gemeinnützigkeit anerkannt bekommen, sodass wir endlich in der Lage sind, ordentlich Spenden zu sammeln und das SYC zuverlässig zu unterstützen.

Um den engen Kontakt mit dem SYC aufrechtzuerhalten und die Fortschritte der Projekte des SYC zu sehen, bin ich mit Fabian Wildgrube, der viel bei der Vereinsgründung geholfen hat und jetzt unser Schatzmeister ist, Anfang April nach Saboba gereist. Natürlich wollen wir Euch im Folgenden auch diesmal von unseren Erlebnissen und Eindrücken erzählen. Leider hatten wir diesmal nur eine Woche Zeit in Ghana. Da man aus der Hauptstadt Accra an der Küste je nach Verkehr, Fahrzeug und Wetter 15-18 Stunden braucht, um nach Saboba im Nordosten zu kommen (den längsten Teil der Fahrten haben wir jeweils in Nachtbussen zurückgelegt), blieb uns weniger Zeit in Saboba als 2017 und Fabian hatte so nur wenige Tage, um Ghana als Land zu erkunden.

Die Kürze der Zeit hat aber für umso intensivere Erfahrungen gesorgt. Die Tage, die wir nach der Ankunft und vor dem Abflug in Accra hatten, haben wir gut für Besichtigungen genutzt, und in Saboba waren wir von früh bis spät auf Achse, um uns Projekte anzuschauen, mit Leuten aus umliegenden Dörfern zu reden oder mit der Leitung des SYC die nächsten Schritte zu planen.

Die Community Led Total Sanitation

Gleich noch am Tag unserer Ankunft in Saboba sind wir also in die erste Community gefahren – so werden die kleineren Bauernschaften und Dörfer in der Umgebung Sabobas genannt – um uns sofort ein Projekt des SYC anzuschauen, die Community Led Total Sanitation (CLTS), die ein ernstes Problem adressiert: In den Häusern der Communities gibt es keine Toiletten, man erleichtert sich draußen. Diese schlechte Hygiene, insbesondere, wenn Fäkalien die Wasservorräte verseuchen, führt schnell zu Krankheiten.

Die Community Led Total Sanitation

Gleich noch am Tag unserer Ankunft in Saboba sind wir also in die erste Community gefahren – so werden die kleineren Bauernschaften und Dörfer in der Umgebung Sabobas genannt – um uns sofort ein Projekt des SYC anzuschauen, die Community Led Total Sanitation (CLTS), die ein ernstes Problem adressiert: In den Häusern der Communities gibt es keine Toiletten, man erleichtert sich draußen. Diese schlechte Hygiene, insbesondere, wenn Fäkalien die Wasservorräte verseuchen, führt schnell zu Krankheiten.

Hier wird das SYC aktiv: Freiwillige kommen regelmäßig zu Besuch und klären die Einwohner über diese Gefahren auf. Außerdem zeigen sie ihnen, wie sie einfache Toiletten bauen können: Bis auf eine geringe Menge Zement werden im Bau nur lokal vorhandene Materialien verwendet. So werden die kleinen Latrinenhütten aus einer Mischung von Lehm und Kuhmist gebaut und mit Stroh überdeckt. Eine Familie kann also mit geringen Kosten eine Toilette bauen, die mehrere Jahre hält.

Das Ziel des SYC ist es, dass nach ca. vier Monaten alle Häuser einer Community mit jeweils einer Latrine ausgestattet sind. Zusätzlich bildet das SYC mehrere Mitglieder der Community fort, damit diese in Zukunft bei Problemen mit den Latrinen helfen können und die anderen Bewohner daran erinnern, neue Latrinen zu bauen, falls eine Alte voll wird. Danach kommen die Freiwilligen des SYC nur noch gelegentlich vorbei, denn das Projekt soll zu diesem Zeitpunkt von der Community vollkommen als ihr eigenes angesehen und auch dank der ausgebildeten Mitglieder selbstständig fortgeführt werden.

Während wir in diesem ersten Dorf das Projekt in Arbeit sehen konnten, waren wir am nächsten Tag in einer Community zu Besuch, in der das Projekt schon abgeschlossen wurde: Jetzt läuft es von selbst – die Dorfgemeinschaft hat sogar ein Gesetz erlassen, dass jede volle Latrine ersetzt werden muss und öffentliches Defäkieren unter eine empfindliche Geldstrafe stellt.

Die Rückmeldung aus den Communities zu dem CLTS-Projekt war überwältigend. Gerade in dem Dorf, in dem das Projekt bereits abgeschlossen ist, erzählte man uns, dass Erkrankungen spürbar zurückgegangen seien, insbesondere bei den Kindern. Dadurch verpassen sie auch seltener die Schule und eine bessere Gesundheit der Eltern ermöglicht diesen auch, zuverlässiger und besser ihre Kinder zu versorgen.

Die Sparergruppen

In den Tagen in Saboba bekamen wir ebenfalls mehrere VSLA-Gruppen zu sehen, von denen ich auch schon im ersten Reisebericht erzählt habe. Der positive Eindruck, den ich damals hatte, wurde weiter verstärkt. Jetzt werde ich es allerdings Fabian überlassen, davon zu berichten, denn eine zweite Meinung dazu ist spannender!

Richtig, deswegen übernehme ich, Fabian Wildgrube, nun die Feder. Lauritz lernte ich im Studium kennen und, als er mir vor zwei Jahren vom SYC und seinen Plänen erzählte war ich direkt begeistert und helfe ihm seitdem wo ich kann, das Projekt vorwärts zu bringen. So war es nur eine Frage der Zeit, dass auch ich nach Ghana reisen würde, um die Mitglieder und Projekte des SYC persönlich kennen zu lernen. Im April war es nun so weit und diese Reise war zugleich meine erste Reise auf den afrikanischen Kontinent. Ich war (und bin es immer noch) sehr beeindruckt von Ghana, einem unglaublich kontrastreichen, bunten, lauten, teils auch chaotischen, aber vor allem fröhlichen Land. Anfangs noch skeptisch, habe ich in dieser Woche sehr viel Neues erlebt und gesehen und freue mich schon darauf bald wieder nach Ghana zu reisen.

Nun aber zum SYC bzw. meinem Eindruck von den VSLA Gruppen. Diese sind Spargruppen, in denen sich 20-30 Leute zusammentun, um gemeinsam zu sparen, sich gegenseitig Kredite zu geben und am Ende einer Sparperiode, die üblicherweise 1 Jahr dauert, den Gewinn, der durch die Zinsen der Kredite erwirtschaftet wurde, auszuschütten. Dazu versorgt das SYC jede Gruppe mit einer Kiste, die durch drei Schlösser gesichert ist, sowie diversen Schreibmaterialen und vorgedruckten Heften, die die Buchhaltung erleichtern. Die Schlüssel für die drei Schlösser werden an drei Teilnehmer der Gruppe verteilt, sodass niemand sich alleine an der Kasse bedienen kann.

Das Prinzip der Spargruppen beruht nun darauf, dass bei jedem Meeting „Shares“ gekauft werden können. Deren Preis wird am Anfang der Sparperiode demokratisch bestimmt und gilt dann für die gesamte Zeit. Für jedes Gruppenmitglied existiert ein Heft in der Kiste und in dieses wird jede Woche eingetragen, wie viel Geld er oder sie eingezahlt, also wie viele Shares er/sie gekauft hat. So füllt sich mit der Zeit die Gemeinschaftskasse. Diese kann nun von den Mitgliedern der Gruppe beliehen werden. Der Betrag, der entnommen wird, wird dokumentiert und muss mit einem, zu Beginn der Periode festgelegten, Zinssatz zurückgezahlt werden. Allerdings gibt es keinen festen Stichtag für die Rückzahlung und auch keine festgesetzte Tilgungsrate. Der Entleiher kann den Betrag so zurückzahlen, wie es ihm möglich ist, also zB in einer Woche 5 Cedi, in der nächsten dann aber 20 Cedi.

Durch die Rückzahlung der Kredite mit Zinsen entsteht ein Gewinn und am Ende der Sparperiode wird das Geld in der Kasse durch die Anzahl der Shares geteilt und jedes Gruppenmitglied erhält die Shares, die es gekauft hat ausbezahlt. Bei Interesse kann die Gruppe sich nun für ein weiteres Jahr zusammentun und den Preis der Shares, sowie den Zinssatz neu festlegen und es geht von vorne los.

Wir hatten die Möglichkeit bei den Treffen verschiedener VSLA-Gruppen zuzusehen und auch mit den Teilnehmern zu sprechen. Das Feedback der Menschen war durchgängig positiv. So hörten wir zum Beispiel, dass das wöchentliche Treffen den Umgang mit Geld sehr viel bewusster werden ließ und so manchen davon abhielt verdientes Geld direkt auszugeben sondern anspornte es zu sparen. Auch erzählten viele Teilnehmer von den Möglichkeiten, die sie ohne die Kredite aus den Gruppen nicht gehabt hätten. So konnten unerwartete Arztkosten, Schulgebühren für weiterführende Schulen oder auch neue Gerätschaften finanziert werden. Eine junge Frau konnte sich so eine Nähmaschine kaufen, die sie nach weniger als einem Jahr abbezahlt hatte und gleichzeitig mit dem Nähen ihren Lebensunterhalt finanzieren konnte. Silas kannte noch viele ähnliche Geschichten aus den diversen Spargruppen, die jetzt den Rahmen sprengen würden. Insgesamt hat das VSLA Projekt nach meinem Eindruck einen wirklich großen und sehr positiven Einfluss auf das Leben der Teilnehmer und trägt dazu bei, den Umgang mit Geld zu strukturieren und ermöglicht größere Investitionen, die so den Lebensstandard verbessern können.

Was mich jedoch bei allen Projekten und Gruppen, die wir besuchten am meisten beeindruckte, waren die Art und Weise in der die Helfer des SYC in den Communities angenommen wurden und wie sie miteinander interagierten. Die Helfer wurden begrüßt wie enge Freunde, unterhielten sich scherzend und völlig unverkrampft mit den Menschen und man merkte gleichzeitig, dass sie auch deren Respekt genossen. Sobald sie Tipps gaben oder inhaltlich zu den Projekten etwas erklärten, hatten sie die volle Aufmerksamkeit der Zuhörer und doch fühlte es sich nie so an, als würden die Anwohner dies als Bevormundung oder ähnliches wahrnehmen. Der viel zu oft verwendete Begriff „Hilfe zur Selbsthilfe“ machte hier auf einmal wirklich Sinn. Die engagierten Mitglieder des SYC helfen ihren Bekannten, Freunden und Nachbarn, um deren Lebenssituation zu verbessern. Allerdings tun sie dies auf eine Art und Weise, die zum Einen als Fremder nie möglich wäre und zum Anderen gezielt darauf ausgelegt ist, dass die Communities die Projekte nach einer gewissen Zeit selbstständig und aus intrinsischer Motivation alleine weiterführen.

Das Jugendparlament

Der Programmpunkt, auf den ich (jetzt wieder Lauritz) am meisten gespannt war, war die Sitzung des Jugendparlamentes, der wir beiwohnen sollten. Eine solche Sitzung war auch bei meinem ersten Besuch geplant gewesen, wurde damals jedoch durch das Wetter verhindert. Diesmal stand dem Unterfangen aber nichts im Weg.

Ich wurde sehr beeindruckt. Die Sitzung fand statt in einer Community, ca. 20-30 Minuten Fahrt von Saboba entfernt, und behandelte die Frage, ob allein die Regierung für die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung verantwortlich sei oder ob NGOs und andere Institutionen diese Aufgabe übernehmen könnten bzw. sogar sollten. Die Wasserversorgung ist für die Leute hier eines der größten Probleme – alle Dorfgemeinden, mit denen wir gesprochen haben, nannten es ihre größte Sorge. In manchen Dörfern haben größere NGOs, wie z.B. World Vision, Pumpen und Wassertanks installiert, doch in der Trockenzeit sind die Kapazitäten nicht ausreichend, sodass auf unsauberes Wasser aus Wasserlöchern zurückgegriffen wird, das häufig durch Ausscheidungen und Dreck verunreinigt ist.

Daher war das Thema der Sitzung gut gewählt. Diese lief exakt wie eine Parlamentssitzung im nationalen Parlament in Accra ab – bis hin zum Aufstehen beim ‚Hereintreten‘ des Sprechers des Parlamentes (da die Sitzung unter offenem Himmel stattfand, musste man sich die Tür eben vorstellen). Das Prozedere der Sitzung wurde vorher den versammelten Bewohnern des Dorfes erklärt, die der Sitzung dann zuhörten. Die Debatte war extrem lebendig und wurde mit viel Herzblut geführt. Alle Parlamentarier waren gut vorbereitet und argumentierten mit viel Enthusiasmus. Da die Debatte in der Lokalsprache stattfand, damit alle sie verstehen konnten (bis auf uns! Einige Ausdrücke habe ich aber gelernt.), übersetzte Silas für uns. Er kam oft kaum mit, so angeregt war die Diskussion.

Im Anschluss an die ca. einstündige, eigentliche Parlamentssitzung konnten noch Mitglieder der Community ihre Gedanken zu der Fragestellung äußern. Zuerst hatte ich nicht verstanden, warum man die Parlamentssitzung in eine Community verlagert, wo doch die Parlamentarier viel leichter nach Saboba kommen, aber ich konnte vor Ort schnell die Vorteile erkennen: So sehen auch die Mitglieder der Communities, wie das Parlament ihres Landes funktioniert, und können sich an der Diskussion beteiligen. Eigentlich sollte auch ein Vertreter der Regierung des Distriktes anwesend sein, um Fragen aus dem Parlament und der Community zu beantworten und vor Ort das diskutierte Problem mit eigenen Augen zu sehen. Der eingeladene Vertreter hatte jedoch noch am Morgen abgesagt – was wohl recht häufig passiert. Zur Rede stellen lassen sich die Politiker hier oft nur ungern.

Aber nach jeder Sitzung des Parlamentes werden die Ergebnisse und „Beschlüsse“ des Jugendparlamentes zusammengefasst und bei der jeweils zuständigen Behörde eingereicht. Das hat bereits auch schon zu Veränderungen geführt, beispielsweise als die schlechte Arbeit eines Auftragnehmers beim Ausbau der Straße nach Saboba bemängelt wurde. Diese wurde dann noch verbessert.

Der Termin der Parlamentssitzung wurde extra so gewählt, dass Fabian und ich dabei sein konnten. Daher fand sie nicht wie sonst am Wochenende, sondern unter der Woche statt und die Parlamentarier, die arbeiten oder in die Schule gehen müssen, konnten nicht dabei sein. So haben wir das Parlament sogar nur in reduzierter Form erlebt, was dennoch beeindruckend war. Insgesamt gibt es über fünfzig Mitglieder.

Die anwesenden Mitglieder konnten sich auf jeden Fall sehr für das Thema und die Debatte begeistern. Im Kleinbus, der uns zurück nach Saboba brachte, ging die Diskussion jedenfalls mindestens genauso angeregt weiter – allerdings ohne die strenge Ordnung der Parlamentssitzung! Da wurde es sehr schnell durcheinander, aber das Ziel des Projektes, nämlich junge Leute in politische Diskussionen einzubinden, wurde mit Sicherheit erreicht!

Probleme & Herausforderungen

Neben einem Einblick in die Projekte des SYC haben wir jetzt aber auch ein besseres Verständnis der Herausforderungen, vor denen das SYC steht. Die größte davon ist sicherlich der Transport. Das SYC besteht nur aus Freiwilligen, die hauptsächlich in Saboba wohnen. Die Communities liegen jedoch bis zu 30 km von Saboba entfernt. Um dort hinzugelangen, braucht man ein Motorrad und Benzin. Ein Motorrad müssen sie sich meistens auf eigenes Risiko leihen – auf den schlechten Straßen kann schnell etwas kaputt gehen – und Benzin ist in Ghana kaum günstiger als in Deutschland, die Kaufkraft der Leute jedoch viel geringer. Die Freiwilligen des SYC können es sich also häufig schlicht nicht leisten sich für den SYC in den Communities zu engagieren, wobei der Bedarf dort viel größer ist als in Saboba selbst – zumal sie ja regelmäßig kommen müssen, um einen Erfolg zu garantieren.

Doch gerade bei solchen Problemen kann unser Verein gut helfen: Bisher mussten die Freiwilligen des SYC diese Kosten wohl oder übel selber tragen. Dadurch wurden die Möglichkeiten und die Reichweite des SYC stark eingeschränkt. Silas erzählte uns, dass es dem SYC nur dank der Spenden, die wir ihnen 2017 überreichen konnten, möglich war, zuverlässig weiter die Communities zu betreuen, in denen sie aktiv waren. Und nicht nur das, sie konnten sogar die Anzahl an Communities, in denen sie aktiv sind, vergrößern! So konnte das SYC seit 2017 das CLTS-Projekt bereits in 15 Communities erfolgreich beenden. In neun Communities arbeiten sie derzeit daran –  und sechs weitere sind ins Auge gefasst. In dieser Zeit sind außerdem 14 VSLA-Gruppen entstanden, auch hier stehen schon sechs weitere Communities Schlange. Im Distrikt haben mittlerweile viele Leute, auch in abgelegeneren Communities, vom SYC gehört, sodass die Freiwilligen immer wieder Anrufe von Leuten erhalten mit der Bitte, doch auch in deren Dörfer zu kommen.

Dass bereits mit der einmaligen Unterstützung, die wir bisher leisten konnten, so viel bewirkt wurde, hat mich beeindruckt und stimmt mich zudem zuversichtlich, dass wir auch als kleiner Verein dort viel helfen können. Silas und die anderen Mitglieder der SYC-Leitung haben mich ausdrücklich gebeten, den ehemaligen Spendern ihren tiefsten Dank auszurichten. Dem möchte ich mich natürlich auch selbst anschließen!

Wie geht es weiter?

Durch den Besuch in Saboba haben wir also wieder viel gelernt. Insbesondere hat er uns auch sehr motiviert, weiter Möglichkeiten zu suchen, wie wir den SYC unterstützen können. Dabei verlassen wir uns auf Spenden, einmalige und regelmäßige, große und kleine! Ich hoffe, wir konnten Euch mit diesem Bericht und unserer Website überzeugen, den Saboba Youth Centre zu unterstützen. Ihr könnt auch direkt hier Spenden oder sogar Fördermitglied werden, was uns enorm freuen würde!

Insbesondere würden wir uns darüber freuen, wenn Ihr Euren Freunden und Bekannten von uns erzählt! Gerade als junger Verein ist es wichtig, dass Leute von einem erfahren.

Unsere Website informiert auch über die Ziele, auf die wir zur Zeit hinarbeiten, und welche Projekte mit Euren Spenden gefördert werden. Momentan können wir noch nicht einschätzen, wie viele Spendengelder wir regelmäßig an das SYC überweisen können, deshalb wollen wir uns nicht mit zu großen Zielen aus dem Fenster lehnen. Fürs Erste plant das SYC also die Erschließung weiterer Communities für die CLTS- und VSLA-Projekte und eine regelmäßige Fortführung des Jugendparlamentes, dessen Finanzierung bisher durch die NGO World Vision gesichert wurde, in den kommenden Monaten jedoch ausläuft. Falls wir darüber hinaus Spenden übrig haben, möchten wir dem SYC gerne ein Motorrad finanzieren. Für das SYC ist es derzeit die größte Herausforderung überhaupt in die Communities zu kommen. Einerseits wollen wir im Rahmen unserer Unterstützung für die CLTS- und VSLA-Projekte die Spritkosten übernehmen, andererseits finden viele Freiwillige des SYC kein Motorrad, das sie ausleihen können. Ein SYC-eigenes Motorrad kann da viel helfen.

Sobald wir einschätzen können, mit wie großen Geldmitteln wir das SYC regelmäßig und zuverlässig versorgen können, werden wir gemeinsam mit der Leitung des SYC evaluieren, welche Ziele wir uns für die Zukunft setzen. Euch werden wir natürlich auf dem Laufenden halten, wenn Ihr daran interessiert seid! Wenn Ihr weitere Berichte und Informationen von uns erhalten wollt, tragt Euch bitte in unseren Newsletter ein, den wir zweimal im Jahr verschicken werden.

Vielen Dank, oder wie man es in Saboba sagt: Ni ni lituln!

Lauritz & Fabian

Biyoom e.V.

Biyoom e.V.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst Du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen