Einmal im Jahr, vor den Abschlussprüfungen, veranstaltet das SYC eine Informationsveranstaltung für die SchülerInnen. Aber das SYC war im vergangenen Monat auch in anderen Bereichen aktiv.

Die Freiwilligen des SYC beantworten Fragen der Schüler in einer großen Schulversammlung
Die SchülerInnen hatten die Gelegenheit, Fragen zu den Prüfungen und den weiterführenden Schulen zu stellen.

Die Schulpflicht in Ghana erstreckt sich über die Grundschule und die Junior High School, die bis zur 9. Klasse geht. Nur, wer in den Abschlussprüfungen gute Noten erhält, kann auf die Senior High School kommen. In einer ländlichen Gegend wie Saboba haben viele aber gar nicht diese Ambition, sondern wollen weiter am Hof der Familie bleiben und verpassen die Chance auf bessere Bildung und Jobs.

Im Juni waren wieder die Abschlussprüfungen an den Junior High Schools. Um den SchülerInnen die Prüfungsangst zu lindern und ihnen mehr über die verschiedenen Wege zu erzählen, die ihnen nach dem Schulabschluss offen stehen, hat das Saboba Youth Centre seinen jährlichen Finalists‘ Summit in Saboba abgehalten. 697 SchülerInnen von zwölf Schulen erhielten dort Informationen über den Ablauf der Prüfungen, Erfahrungsberichte und Empfehlungen von Lehrern sowie Anregungen, welche Berufswege ihnen offenstehen. Wir wünschen ihnen viel Erfolg!

Die SchülerInnen im Gebet für Erfolg bei den Prüfungen. Ghana ist ein sehr religiöses Land, doch auch im gemischt christlich-islamischen Norden ist die Toleranz für Andersgläubige groß. Hier beten z.B. die Muslime und Christen gemeinsam.

Der Finalists‘ Summit war im Juni zwar das wichtigste Ereignis im Kalender des SYC, doch keineswegs das Einzige. Ende des Monats waren einige Freiwillige in mehreren Communities um Saboba unterwegs, um zu zwei Themen aufzuklären, die für die Kinder und Jugendlichen der Region von größter Wichtigkeit sind: Impfungen und Kinderhochzeiten.

Die Impfaktion zielte in diesem Fall spezifisch auf Hepatitis B. Es wurden über tausend Kinder, die noch nicht geimpft waren, getestet. Bei denjenigen, bei denen der Test negativ ausfiel, wurde die Impfung nachgeholt. Den Familien bereits infizierter Kinder wurden die Gefahren und Behandlungsmöglichkeiten der Krankheit erklärt und eine erste medizinische Betreuung geboten.

Leider sind im Norden Ghanas arrangierte Hochzeiten mit minderjährigen Kindern, insbesondere Mädchen, noch verbreitet. Wird ein Mädchen schon im Kindesalter verheiratet, nimmt ihr dies in den meisten Fällen jede Chance auf ein selbstbestimmtes Leben, denn sie sind spätestens dann gezwungen, die Schule abzubrechen, wenn sie schwanger werden. Schon seit Jahren arbeitet das SYC daran, Aufmerksamkeit auf dieses Problem zu lenken und direkt in Dörfer zu fahren, in denen solche Hochzeiten vorkommen.

Biyoom e.V.

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